Tagesklinik Geislingen

Über die Einrichtung

Die psychiatrische Tagesklinik in Geislingen ist eine Einrichtung des Klinikums Christophsbad, das im Mai 2011 als erstes Singendes Krankenhaus in Baden-Württemberg zertifiziert wurde. Es ist verbunden mit dem Christophsheim für chronisch psychisch und neurologisch erkrankte Menschen, das die Auszeichnung als Singendes Heim im Mai 2012 erhielt.

Seit Juni 2013 öffnet die psychiatrische Tagesklinik in Geislingen ihre Tür für alle, die Freude am Singen mitbringen - auch ohne musikalische Vorkenntnisse. Unter der Leitung von Musiktherapeutin Simone Wagner und Singleiterin Daniela Drexler findet vierzehntägig das „Heilsame Singen“ statt. Hier finden sich ganz unterschiedliche Menschen zusammen: Patienten und Ehemalige, Mitarbeiter und Interessierte ohne Psychiatrieerfahrung.

Singleiterin Daniela Drexler, Oberarzt Dr. Rainer Vogl,
Musiktherapeutin Simone Wagner, Wolfgang Bossinger
bei der Zertifizierung im Juli 2014

Zertifizierung

Für das regelmäßige Singangebot übergab Wolfgang Bossinger, Musiktherapeut und Ehrenvorsitzender des Vereins Singende Krankenhäuser, am Dienstag, den 15. Juli 2014, ein Zertifikat als „Singendes Krankenhaus“ an Oberarzt Dr. Rainer Vogl und an die beiden Singleiterinnen Simone Wagner und Daniela Drexler. Mit musikalischer Begleitung von Katharina Bossinger, Leiterin des im Christophsbad entstandenen Chors „Sing to be Happy“, sangen und tanzten zu Beginn der Feier ca. 35 Teilnehmer. Unter die Sänger mischten sich auch Bernhard Wehde, Geschäftsführer des Klinikums Christophsbad, der Ärztlicher Direktor Dr. Leo Hermle und Christophsheim-Leiterin Dagmar Jungblut-Rassl.

In der anschließenden Begrüßung erklärte Dr. Vogl, dass die seit fünf Jahren bestehende Tagesklinik in Geislingen durch das Heilsame Singen bereichert wird. Das positive Klima des offenen Angebots unterstützt den Einzelnen und fördert seine sozialen Kontakte. Er hob hervor, dass es dieses Angebot ohne ideelle Unterstützung der Geschäftsführung und finanzielle Unterstützung der Dr.-Heinrich-Landerer-Stiftung nicht gäbe. Doch obwohl die positiven Auswirkungen des Singens auf das Wohlbefinden längst nachgewiesen sind, „gibt es leider noch kein Singen auf Rezept“, so Herr Wehde. Herr Dr. Hermle ist ebenso der festen Überzeugung, dass das Singen die Therapie sinnvoll ergänzt, und befürwortet das Singangebot für alle.