Haus Marianne in Ober-Ostern

Haus Marianne

Über die Einrichtung

Insgesamt befinden sich 44 Betten im Haus. Aufgeteilt in 15 Doppelzimmer und 14 Einzelzimmer. Diese verteilen sich auf insgesamt drei Etagen, die alle bequem mit dem Aufzug zu erreichen sind. Die Zimmergrößen variieren zwischen 13 qm bis 21 qm, je nach Lage und Zimmerbelegung, die Badezimmer haben eine Größe von 2,0 qm und 2,75 qm.

Eine Unterteilung der Zimmer nach Pflegestufe gibt es nicht, da diese einem ständigem individuellem Wandel unterworfen ist und somit bedeuten würde, dass Zimmernachbarn getrennt werden müssten, wenn einer der beiden einer anderen Pflegestufe angehört.

Für die Bewohner stehen neben einem großen Speisesaal, der auch als Festsaal und Ort für Zusammenkünfte benutzt wird, ein eigener Therapieraum und eine Teeküche zur Verfügung. Auf der ersten Etage befindet sich der offene Wintergarten, der zum Betrachten des Gartens auch in regnerischen Zeiten einlädt.

Auf jeder Etage befindet sich ein großes Badezimmer, mit der Möglichkeit zu duschen oder zu baden sowie drei WC, ein Großteil der Bewohnerzimmer verfügt über ein eigenes Badezimmer mit Duschmöglichkeit. Die Bewohnerzimmer können nach Wunsch individuell eingerichtet werden, das Mitbringen eigener Möbel und Einrichtungsgegenstände ist erwünscht und wird gefördert.

Einzige Ausnahme ist das Pflegebett, welches nach Möglichkeit bei Bewohnern, welche bettlägerig sind, nicht ausgetauscht werden sollte, um dem Pflegepersonal ein Rücken-schonendes Arbeiten zu ermöglichen. Das Mitbringen von Haustieren ist aus Rücksicht auf die anderen Bewohner zuerst mit der Heimleitung abzusprechen.

v.l. Elke Turba, Vera Kimmig, Marianne Göckel
(Foto: Kirsten Sundermann)

Zertifizierung

Bericht über die Zertifizierung als Singendes Altenheim am 15.11.2014

Es ist geschafft: Heimleiterin Marianne Göckel hält das begehrte Zertifikat in den Händen. Neben ihr Vera Kimmig vom Netzwerk „Singende Krankenhäuser e.V.“ und Musikpädagogin Elke Turba.

Die Senioreneinrichtung „Marianne“ in Ober-Ostern führt jetzt den Titel „Singendes Altenheim“. Bei einer fröhlichen Kaffee-Singstunde mit Angehörigen und Ehrengästen nahmen die Bewohner und Heimleitung das entsprechende Zertifikat entgegen.

Der Saal schien aus den Nähten zu platzen: Heimbewohner, Angehörige, Öffentlichkeitsträger, Presse, Personal, Geschäftsleitung waren gespannt auf die Zeremonie. Die Erwartungen im Hinblick auf die besondere Auszeichnung am 15.November 2014 wurden bei Weitem übertroffen. Eingeleitet wurde die Feierstunde von der Singleiterin Elke Turba, mit einem afrikanischen Begrüßungslied „Binamo, binamo e“, mit dem jedes Sing-Treffen im Hause beginnt, da es zwischenzeitlich zum Lieblingslied der Senioren wurde.
Frau Vera Kimmig, Geschäftsstellenleiterin des Vereins „Singende Krankenhäuser e.V.“ führte mit großem Engagement und Wissen kompetent und kurzweilig durch den Nachmittag. Mit beachtlicher Energie zog die Fachfrau ihr Programm durch, berichtete über Anfang und Anspruch des Vereins, und brachte zwischendurch die Anwesenden immer wieder zum Singen. Und alle folgten ihr willig, wiegten sich im Takt, schnippten mit den Fingern oder bewegten die Hände.
Vermeintlich nicht gesellschaftstaugliches menschliches Grundverhalten wie Strecken, Gähnen, Loslassen von Spannung in Form von Stöhnen sorgten in diesem Rahmen für viel Spaß mit erstaunlich befreiender Wirkung. Summend konnte man eintauchen, die Heilsamkeit der eigenen Stimme über Vibrationen zu erspüren und die belebende Kraft der eigenen Stimme erfahren. Wissenschaftliche Hintergründe wurden von Frau Kimmig anschaulich und lebendig vermittelt.
Vera Kimmig sorgte dafür, dass die Teilnehmer plötzlich Sänger, Schauspieler und Instrumente zugleich waren. Mit Leichtigkeit sangen alle ohne Vorkenntnisse in mehreren Sprachen, die körperlichen Bewegungen ergaben sich fast als Begleiterscheinung. Das manchmal geradezu belächelte „Heilsame Singen“ hüllte den Saal in Wohlgefühl und kraftvolle Energie. Singend konnte so überzeugt werden, dass man mit Vorurteilen, nicht singen zu können, aufräumen kann. („ ... sage nie mehr: Singen kann ich nicht!“) Voll Inbrunst stimmten alle danach in das Lied „Singen ist Medizin…“ ein.
Es war ein beeindruckender Höhepunkt, als Heimleiterin Marianne Göckel und Singleiterin Elke Turba das ersehnte Zertifikat in Händen halten konnten.
Mit der Weiterführung des Singangebotes gilt es, das tatkräftige Erleben in Melodie, Rhythmus und Bewegung weiter zu tragen, Herzen zu öffnen und damit dem alltäglichen Singen die entsprechende Wertschätzung entgegen zu bringen. Strahlende Augen und glückvolles Lächeln sind ein unsagbares Geschenk für Singleiter und Sänger gleichermaßen.

Nach den Abschlussworten von Elke Turba blieben große Dankbarkeit und Erfüllung sowie Erwartung auf mehr … zum Wohle Aller … für Körper, Geist und Seele. Auch, dass die Ausbreitung des Singgedankens immer weitere Kreise ziehen möge. Denn die Vision des internationalen Netzwerks „Singende Krankenhäuser e.V.“ ist ein Gesundheitswesen, in dem die heilsame Kraft des Singens für Patienten, Mitarbeiter und Gesundheitsinteressierte zugänglich ist und mehr und mehr genutzt wird. Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zur Singgruppenarbeit werden deshalb in Aus-und Weiterbildungen an Therapeuten wie engagierte Laien weitergegeben.

(Bericht von Elke Turba)