Gemeinschaftskrankenhaus Bonn

Über die Einrichtung

Das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn St. Elisabeth / St. Petrus / St. Johannes ist ein freigemeinnütziges Krankenhaus der Regelversorgung in Bonn, das 1996 zunächst aus der Fusion des St. Elisabeth Krankenhauses mit dem Brüderkrankenhaus
St. Petrus hervorging. Als dritter Partner stieß 2002 das St. Johannes-Hospital hinzu.

Das Krankenhaus ist mit sämtlichen für die Regelversorgung notwendigen medizinischen Fachabteilungen ausgestattet und verfügt über 479 Betten. Jährlich werden circa 18.000 stationäre sowie 36.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Das Krankenhaus ist das einzige Bonner Innenstadtkrankenhaus.
Insgesamt beschäftigt das Krankenhaus knapp 1000 Mitarbeiter, von denen rund 150 als Ärzte und ca. 450 im pflegerischen oder therapeutischen Bereich tätig sind.

Musiktherapeutin Monika Wiese

Zertifizierung

Bericht zur Zertifizierung am 12.09.2014:
Das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn darf künftig den Titel „Singendes Krankenhaus“ tragen. Das Siegel wurde dem Gemeinschaftskrankenhaus von dem Verein Singende Krankenhäuser e.V. Deutschland von Beirat Dr. Eckart von Hirschhausen, verliehen.
Seit Frühjahr 2014 verfügt die Abteilung für Geriatrie des Gemeinschaftskrankenhauses Bonn mit Monika Wiese (siehe Bild, mit Gitarre) über eine ausgebildete Musiktherapeutin, die zweimal wöchentlich auf der geriatrischen Station im Haus St. Elisabeth stationär und in Gruppenstunden mit den Patientinnen und Patienten arbeitet. In Zusammenarbeit mit dem geriatrischen Team will Chefarzt Frank Otten so neue Wege in der Aktivierung und Stimulierung älterer Menschen gehen.
„Der Gedanke, durch gemeinsames Musizieren die Selbstheilungskräfte der Patienten zu fördern, ist seither ein wesentlicher Baustein des ganzheitlichen Therapiekonzeptes der Abteilung“, erläuterte der Krankenhausobere Christoph Bremekamp im Rahmen der Zertifikatsübergabe. Dieses Engagement wurde nun mit der Verleihung des Zertifikats an das Gemeinschaftskrankenhaus im Haus St. Elisabeth gewürdigt. Zugleich wurde der Öffentlichkeit der in Gründung befindliche Chor „Golden Singers“ für ältere Menschen vorgestellt. Mit dem Mediziner und Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen, der mit seiner Stiftung „Humor hilft Heilen“ auch die singenden Krankenhäuser unterstützt, war zu diesem Anlass ein prominenter Ehrengast anwesend.
Eckart von Hirschhausen zeigte sich überzeugt, dass das Singen, ähnlich wie das Lachen, positiven Einfluss auf den Genesungsprozess ausübt. Nach einer Gesangseinlage des rheinischen Liedes „Heile, heile Gänschen“ erläuterte er, dass selbst diese einfachen Liedzeilen Patienten Humor und Hoffnung zugleich schenken.

Welchen großen Wert die Musiktherapie für die Medizin hat, betonte auch Musiktherapeutin Monika Wiese: „Die Musik belebt sowohl Körper als auch Seele und hat großen Einfluss auf unsere Stimmung. Gerade diejenigen Patienten, die durch ihre Krankheit verunsichert und niedergeschlagen sind, bekommen dadurch positive Signale und werden selbstbewusster.“ Dass diese psychologische Komponente bei der Behandlung älterer Menschen von herausragender Bedeutung ist, wusste Chefarzt Frank Otten zu berichten: „In der Akut-Geriatrie setzen wir neben der Schulmedizin ganz bewusst die tiergestützte Therapie und nun auch die Musik ein, um unsere Patienten dabei zu unterstützen, ihre psychische und körperliche Gesundheit wieder herzu­stellen. Wir stellen hierbei fest, dass die Musik einen nachhaltigen positiven Effekt hat und nicht nur eine momentane Stimmungsaufhellung bedeutet. Und das freut uns sehr.