Singen wirkt – und wir zeigen Dir wie
Gesundheitsförderndes Singen ist weit mehr als musikalisches Beiwerk: Es ist ein kraftvoller Impulsgeber für Sicherheit, Verbindung und kreative Lebendigkeit im Gesundheitswesen.
Wir verstehen Singen nicht nur als Kulturgut, sondern als achtsame Praxis, die Menschen stärkt – in ihrer Selbstwahrnehmung, im Miteinander und im respektvollen Umgang mit sich selbst und der Welt.
Achtsames Singen öffnet einen geschützten Raum für Selbstentwicklung, fördert tragfähige Gemeinschaft und stiftet nachhaltige Sinnorientierung – für Patient*innen, Teams und ganze Organisationen.
Ein Lied kann keine Wunder vollbringen. Aber manchmal wirkt es wie eines.
Wenn Menschen gemeinsam singen, entsteht etwas, das berührt, verbindet – und manchmal verwandelt.
Rückblick: „Singen für die Seele – Ein musikalischer Ansatz in der Traumatherapie“
Mit Angelika Eisterer und Sybille Mikula
Am 23. Oktober 2026 gaben Angelika Eisterer und Sybille Mikula beim Online-Schnupperkurs spannende Einblicke in die Verbindung von heilsamem Singen und Traumatherapie.
Wie können Stimme, Körperwahrnehmung und gemeinsames Singen Halt, Sicherheit und neue Lebendigkeit fördern?
Unsere Nachschau gibt Einblicke in die wichtigsten Gedanken und musikalischen Erfahrungen dieses Abends.

Angelika Eisterer und Sybille Mikula geben Euch einen kurzen Vorgeschmack auf das Modul
Weiterbildung

Modul P | Singen als DialogFr., 30. Okt.Hofgeismar
Come-together „Singleiter-Austausch“Fr., 04. Dez.Hellenthal
Aktuelles aus unserem Netzwerk
Schnupperkurs
Singen in der Traumatherapie – zwischen Halt und Lebendigkeit
mit Angelika Eisterer und Sybille Mikula
Wie kann heilsames Singen Menschen mit traumatischen Erfahrungen unterstützen? Dieser Frage widmete sich unser Online-Schnupperkurs am 23. Oktober 2026 mit Angelika Eisterer und Sybille Mikula.
Angelika Eisterer, Psychotherapeutin, Traumatherapeutin und Singleiterin, zeigte eindrucksvoll, wie eng Stimme, Körperwahrnehmung und seelische Stabilisierung miteinander verbunden sind. Musik kann dabei zweierlei schenken: Rhythmus und Wiederholung vermitteln Halt und Sicherheit, während freies Singen Raum für Kreativität, Lebendigkeit und neue Erfahrungen eröffnet.
Ein besonderes Augenmerk lag auf einem achtsamen Umgang mit Grenzen. Niemand muss mitsingen – auch Zuhören ist eine wertvolle Form der Teilnahme. Entscheidend sind Freiwilligkeit, Selbstbestimmung und das Gefühl, im eigenen Tempo dabei sein zu dürfen.
Gemeinsam mit Sybille Mikula wurde auch praktisch gesungen. Die Lieder machten erfahrbar, wie Singen zwischen Bewegung und Ruhe, zwischen dem Erleben des eigenen Ichs und der Verbundenheit mit anderen vermitteln kann.
Der Schnupperabend bot einen lebendigen Einblick in das Thema und machte neugierig auf das vertiefende Weiterbildungsmodul „Singen in der Traumatherapie“ vom 27. bis 29. November 2026 in Wien.

Angelika Eisterer

Sybille Mikula
Singen als Begleitung in Trauer und Abschied
Wie können Lieder in Zeiten von Trauer und Abschied Trost und Verbundenheit schenken? Dieser Frage widmete sich unser Online-Schnupperkurs mit Sybille am 2. Oktober 2026. Mit persönlichen Erfahrungen aus der Krankenhausseelsorge und der Begleitung sterbender Menschen gab sie einen Einblick in ihr Herzensthema: die heilsame Kraft des Singens in der Trauer- und Sterbebegleitung.
Die Teilnehmenden waren eingeladen, bei „Tief in mir“ und „Danke für mein Leben“ mitzusingen. Im anschließenden Austausch ging es um passende Lieder für Trauergruppen und Trauerfeiern sowie um das behutsame Singen am Krankenbett. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, auf die Wünsche, die Lebensgeschichte und die Signale des jeweiligen Menschen einzugehen.
Ein zentraler Gedanke des Abends: Trauer braucht Raum und darf als Teil des Lebens angenommen werden. Eine Geschichte über Traurigkeit und Hoffnung rundete das Treffen ab. Der Schnupperkurs bot musikalische Anregungen und machte neugierig auf Sybilles vertiefendes Seminar zur Trauer- und Sterbebegleitung.

Sybille Mikula
WAS WIR WOLLEN
Unsere Vision ist ein Gesundheitswesen, in dem Menschen die gesundheitsfördernde Kraft des gemeinsamen Singens erleben und spüren, wie Singen Resilienz, Zugehörigkeit und Lebensfreude stärkt. Wir engagieren uns als gemeinnütziges Netzwerk seit 2010 für Gruppenangebote “Heilsames Singen” in Krankenhäusern, Psychiatrien, Pflegeeinrichtungen und Hospizen. Kliniken und Einrichtungen mit Singgruppen können von uns als „Singende Krankenhäuser“ oder „Singende Pflegeeinrichtungen“ zertifiziert werden.
WAS MACHT LIEDER GESUNDHEITS-FÖRDERND?
Gesundheitsfördernde Lieder werden gemeinschaftlich, ohne Leistungsdruck und ohne Notenblatt gesungen – getragen von Einfachheit, Wiederholung und Resonanz.
Sie sind einfach und lebensbejahend - verdichten eine Lebenserfahrung. Wie tönende Wegbegleiter können sie auftauchen, wenn man sie braucht...

Hör mal rein!
BEGLEITET DICH
AUCH SCHON
EIN LIED?


Foto: Martin Hanke
Blog des Monats
Singende Krankenhäuser im Austausch
mit Last Aid beim Kongress in Liechtenstein
Am 11. und 12. September 2026 kamen in Triesen in Liechtenstein über 70 Teilnehmende aus 16 Ländern zur 5. Internationalen Last-Aid-Konferenz zusammen. Unter dem Titel „Innovative Ways in Last Aid for Caring Communities“ diskutierten sie, wie Letzte-Hilfe-Kurse und sorgende Gemeinschaften Menschen am Lebensende und ihre Angehörigen unterstützen können. Unser Vorstandsmitglied Martin Hanke brachte die Arbeit der Singenden Krankenhäuser in diesen internationalen Austausch ein.
Martins Beitrag in Liechtenstein


Marie-Pascale Gräbener Foto: Martin Möller-Rost
MitgLIEDER im Fokus
Marie-Pascale Gräbener:
Ein Kleid aus Glück
Der richtige Ton findet uns
Marie-Pascale Gräbener aus dem SING-REICH Bielefeld. Mein Interesse und tiefste Freude ist es, mit Menschen an Alltagsorten zu singen. Ich bin gerne auf Plätzen, auch Brennpunktplätze, öffentlichen Orte aller Arten und natürlich in geschlossenen Räumen, in denen Begegnung aus dem Arbeits- oder Alltagsleben stattfinden und das Singen lebendig dazu kommt. Da wo der Mensch ist; Generations,- Kultur- und auch Bildungsschichtenübergreifend gehe ich gerne zum gemeinsamen Singen hin. Mir erscheint das so rudimentär, einfach, ursprünglich und vor allem verbindend. Wenn wir auf diese Weise gemeinsam singen, entwickelt sich eine friedliche und freudige Kraft, die lange nachschwingt. Ich fühle mich zuhause, wenn ich mit unterschiedlichen Menschen singe und erlebe, wie wir uns gegenseitig so sein lassen wie wir sind und gemeinsam ein Potenzial der Freude entwickeln. Wenn wir gemeinsam lebendig sind und uns gegenseitig damit anstecken, ist das Ziel erreicht.

Feedback des Monats
Jahrestagung "Singen und Spiritualität" in Bad Herrenalb im April 2025
Für mich war die Jata ein spiritueller Höhepunkt in meinem Jahr 2025!:)Es gab wunderbare Momente der Begegnung, kompetente und mitreißende Dozenten, die es geschafft haben, mich zu begeistern, mir neue Impulse zu vermitteln, alles auf Augenhöhe...Lebendig, wertschätzend, liebevoll war die Stimmung an allen Tagen, aber besonders bei der Liedernacht habe ich die Verbindung gespürt mit den anderen Menschen im Raum, die Kraft der Lieder, die mich so lange noch trägt... Svenja Benzel
Spenden für´s Singen
Als gemeinnützige Organisation dürfen wir Spendenbescheinigungen für das Finanzamt ausstellen. Bitte gib hierfür im Verwendungszweck deine vollständige Adresse an.
Wir bedanken uns herzlich für jede Spende zugunsten unserer Arbeit.
Wenn du zweckgerichtet spenden möchtest, kannst du gerne unser Spendenprojekt in Rumänien unterstützen. Es ist Tradition bei Singende Krankenhäuser e.V., über unsere Landesbotschafter ein rumänisches Singprojekt zu fördern. Seit 2023 singt unser Mitglied und Botschafterin Erzsébet Gazdag begeistert und mit großem Erfolg mit behinderten Menschen in einer Einrichtung. Bitte gib im Verwendungszweck „Rumänien“ an.
Unsere Zertifikate




















